2024 – Annus horribilis. Aktualität von Weltinnenpolitik
Zwei Kriegsschauplätze prägten die Welt im vergangenen Jahr maßgeblich: die Ukraine und Israel/Palästina. In beiden Fällen bestreiten die Angreifer – die Russische Föderation und die Hamas – das Existenzrecht ihrer Gegner. Gemeinsam ist beiden ein Ausmaß an Menschenverachtung, das auch auf die eigene Bevölkerung keine Rücksicht nimmt, sei es, im Falle Putins, das massenhafte
Verheizen eigener Soldaten, sei es, im Fall der Hamas, das bewusste Opfern der Zivilgesellschaft. Beide Aggressoren verbindet, trotz ihrer Unterschiede, die Logik der skrupellosen Zerstörung als strategisches Mittel gegenüber den westlichen Staaten.
Obwohl beide Kriege festgefahren sind, könnte 2024 ein Schicksalsjahr werden. Insbesondere die Pattsituation im russischen Angriffskrieg könnte aufgelöst werden, sollte gegen Ende des Jahres Donald Trump erneut zum US-Präsidenten gewählt werden und seine Ankündigung wahr machen, den Krieg in der Ukraine binnen eines Tages zu beenden – indem die USA die Ukraine im Stich lassen. Bereits jetzt blockieren die Republikaner im Senat eine weitere Unterstützung der Ukraine – ein Vorbote dafür, was sich Ende des Jahres ereignen könnte.
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