Christoph Strawe: Marxismus und Anthroposophie - III. Teil: Geschichte, Gesellschaft und Persönlichkeit

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7. Moral, Kunst, Religion, Wissenschaft
und menschliche Persönlichkeit im Marxismus

Moral, Kunst, Religion und Wissenschaft sind für den Marxismus Formen des "gesellschaftlichen Bewußtseins“. Dieses ist für ihn Widerspiegelung des gesellschaftlichen Seins, ist von den materiellen Verhältnissen determiniert. Dennoch erkennt man ihm auch eine relative Selbständigkeit zu. Unter dem gesellschaftlichen Bewußtsein versteht man die Gesamtheit der für eine Gesellschaft typischen Anschauungen und Ideen. Es ist mehr als die Summe der Ansichten der einzelnen, denen es immer schon als ein Vorgegebenes entgegentritt und die durch die Sozialisation von Wertvorstellungen und Verhaltensstilen der Gesellschaft, vom Stand ihrer materiellen und geistigen Kultur geprägt werden. Diese geistige Kultur wird nicht in ihrer Gesamtheit dem "Überbau“ zugerechnet: Manche ihrer Erscheinungen "wie Naturwissenschaft, Sprache [...], Normen des logischen Denkens“[1] gelten als klassen- und systemneutral. Dennoch sieht man letztlich auch die Kultur von klassenbedingten Strömungen, fortschrittlicher oder reaktionärer Art, geprägt. Dabei ist es dann noch die Frage, wie weit oder eng man den Begriff jenes fortschrittlichen Erbes faßt, das die Arbeiterklasse sich zu eigen machen soll.

Innerhalb des gesellschaftlichen Bewußtseins trifft man eine Unterscheidung zwischen gesellschaftlicher Psychologie und Ideologie. Die erstere ist Teil des Alltagsbewußtseins und umfaßt Meinungen, Stimmungen, Gewohnheiten usw.; die zweite Ebene ist die der mehr systematisierten Auffassungen, die Ebene der "Weltbilder“. Für die Produktion der Ideologie wird den Intellektuellen eine gewisse Rolle zuerkannt, diese seien aber nicht autonom, sondern formulierten letztlich ihre Thesen bezogen auf die Interessen einer der gesellschaftlichen Grundklassen. Der Ideologie erkennt man eine gewaltige Rolle zu im Prozeß der Formierung einer „Klasse an sich“ zu einer „Klasse für sich“, d.h. einer bewußten und geschichtlich handlungsfähigen Kraft. Deshalb mißt man der "kommunistischen Erziehung der Werktätigen“ große Bedeutung zu.

Die gesellschaftlichen Bewußtseinsformen werden hinsichtlich ihrer jeweiligen sozialen Funktion und ihres spezifischen Widerspiegelungsverhältnisses zur Gesellschaft unterschieden. Außer den genannten gehört zu den gesellschaftlichen Bewußtseinsformen noch das politische und Rechtsbewußtsein. Die Bewußtseinsformen differenzieren sich geschichtlich allmählich heraus. Das Bewußtsein der Urgesellschaft sieht man als ein relativ wenig differenziertes, weitgehend in den materiellen Verkehr der Menschen verflochtenes an; erst mit zunehmender Arbeitsteilung beginne das gesellschaftliche Bewußtsein als scheinbar autonomes Geistesleben ein abgehobenes Dasein zu führen. Alle Bewußtseinsformen weisen die beiden Schichten - gesellschaftliche Psychologie und Ideologie - auf. So reicht das politische und Rechtsbewußtsein vom sogenannten "Rechtsempfinden“ bis zur systematisierten Theorie des Rechts, von politischen Sympathien bis zur ausgearbeiteten Parteiprogrammatik.

Die Moral sieht man in der Urgesellschaft noch gänzlich mit der religiösen Vorstellungswelt verwachsen, die dem einzelnen sein Verhalten durch starre Muster und Tabus von außen vorgibt. Erst der Tauschhandel, mit ihm das Kennenlernen fremder Sitten und damit die Möglichkeit von Normenkonflikten, so argumentiert man, führt zu Verunsicherungen, die innere Antriebe des Verhaltens erforderlich machen. Die Befolgung moralischer Normen werde nicht wie die der Rechtsnormen durch besondere Institutionen mit Gewalt erzwungen, wenn auch der Druck kollektiver Empfindungen, Rollenerwartungen, Erziehung, auch Androhung jenseitiger  Strafen eine Rolle spielt. Das moralische Verhalten gilt nicht einfach als andressiert, - es soll das Moment der selbstverantwortlichen Bewertung des eigenen Handelns voraussetzen, das sich im Gewissen offenbart. Entscheidend für die objektive Bewertung einer Handlung sollen ihre sozialen Folgen sein, aber man räumt ein, daß die moralische Qualität der Handlung in inneren Antrieben wurzelt. Während das Recht äußere Ordnung schaffe, beziehe sich die Moral auf die Sphäre der Freundschaft, Liebe, Kameradschaft usw., "die weder durch staatliche Organe noch durch gesellschaftliche Organe regulierbar sind“[2]. - Ein bemerkenswerter Satz! Andererseits verteidigt man die Rolle des Staates bei der moralischen Erziehung, deren Objekt nicht nur die Jugendlichen, sondern auch die Erwachsenen sein sollen. Kein Parteitag einer regierenden kommunistischen Partei, der sich nicht auch zu Moralfragen wie z.B. zur "kommunistischen Einstellung zur Arbeit“ äußerte; Walter Ulbrichts "10 Gebote der sozialistischen Moral‘ waren nur das vielleicht extremste Beispiel in dieser Richtung.

Die Moral hat für den Marxismus Klassencharakter: ethische Systeme gelten als historisch bedingt: Wenn das Bürgertum vermeinte, im Namen der menschlichen "Natur“ auftreten zu können, so war dies eine Illusion: jede Klasse bringt, so meint man, ihre eigenen Vorstellungen über Gut und Böse hervor. Man sieht Gemeinsamkeiten in der Moral verschiedener Klassengesellschaften: christlich-feudale und aufklärerisch-bürgerliche Moral kämen z.B. in der Verteidigung des Privateigentums als gut überein. Das Gute ist für die Kommunisten primär von den Interessen der Arbeiterklasse her zu bestimmen: Haß gegen Ausbeutung, revolutionäres Standvermögen, Solidarität usw. sind erstrebenswerte moralische Qualitäten. Bemerkenswerterweise will man aber doch einigen Moralnormen einen allgemeingültigen Charakter zumessen, Moralnormen, die sich gegen Gewalttätigkeiten und andere "Exzesse“ richten, die Achtung der Menschenwürde und des Friedens beinhalten. Diese Normen würden vom Imperialismus ständig mit Füßen getreten, erst der Kommunismus setze sie endgültig durch, erst in ihm verliere die Moral endgültig ihren Klassencharakter.[3]

Die frühgeschichtliche Forschung zeigt, daß Kunstgegenstände schon in ältester Zeit existierten. Je mehr die Menschen im Stoffwechselprozeß mit der Natur ihre Fähigkeiten und Bedürfnisse steigerten, so wird dazu argumentiert, um so mehr wuchs auch das Bedürfnis nach dem Schönen und mit ihm die künstlerische Produktion, d.h. die Herstellung von Gegenständen, die niemals bloße Arbeitsmittel sind, sondern schöpferische Phantasie als Selbstzweck verkörpern, und mit der künstlerischen Produktion bildete sich so der Geschmack. In der Klassengesellschaft verselbständige sich die künstlerische Sphäre: "Die exklusive Konzentration des künstlerischen Talents in einzelnen und seine damit zusammenhängende Unterdrückung in der großen Masse ist Folge der Teilung der Arbeit“, heißt es in der "deutschen Ideologie“.[4] Die sozialistische Kunst gestaltet die "herangereiften Probleme der gesellschaftlichen Entwicklung“, ist darauf orientiert, "bewußt ihre ideologische Funktion“ in der Gesellschaft wahrzunehmen“, die Kunst wird im Sozialismus immer mehr zum "unentbehrlichen Bestandteil“ des Lebens. Die "alte Trennung von Kunst und Volk, die sich auch in der Trennung von Volkskunst und Berufskunst zeigt“, wird überwunden. "Die Breite des künstlerischen Volksschaffens nimmt [...] in starkem Maße zu [...]“[5]

Die Quelle auch der künstlerischen Produktion erblickt man letztlich in der objektiven Realität, aber man will sich das Verhältnis von Gesellschaft und künstlerischer Widerspiegelung nicht mechanisch und linear vorstellen. Schon Marx bemerkt, daß die antike Kunst in vieler Hinsicht immer noch unerreichtes Muster ist, während die technisch höherentwickelte moderne kapitalistische Gesellschaft "geistigen Produktionszweigen, wie z.B. der Kunst und der Poesie feindlich gegenüber“ steht.[6] Die "Widerspiegelung“ ist eine durch Stil und künstlerische Individualität vermittelte, auch ist sie bei Malerei und Literatur direkter als etwa bei der Musik. Aber auch diese ,abstrakte‘ Kunst par excellence sei ohne gesellschaftliche Analyse nicht zu verstehen: Jede Kunst ist das Kind ihrer Epoche, die sie zugleich zu bewältigen versucht. Selbst die L‘art-pour-l‘art-Gesinnung, die die Gesellschaftlichkeit von Kunst leugnet, widerspiegelt so noch den Konflikt des Künstlers mit der antagonistischen Gesellschaft und ist eine gesellschaftliche Erscheinung. Man konstatiert, daß die Geschichte der Kunst vielfach dergestalt verläuft, daß die Nationalkulturen sich gegenseitig befruchten.

Die marxistische Ästhetik ist realistisch, doch soll Realismus nicht die Wirklichkeit kopieren, sondern in sie eindringen und sie ausdrücken. Der Künstler kann, so heißt es, der Parteinahme in den epochalen Klassenauseinandersetzungen letztlich sich nicht entziehen. So fordert man vom Künstler im Sozialismus Parteilichkeit, will es aber gleichzeitig fertigbringen, ihn nicht zu reglementieren - die "Shdanow-Ära“ soll nicht wiederkehren.[7] Wissenschaft und Kunst werden nicht isoliert voneinander gesehen, gelten als zwei Weisen der Wirklichkeitsaneignung. Beide streben für den Marxismus nach Allgemeingültigkeit, aber die Kunst „verallgemeinert“ bildhaft, ihr Prinzip ist Individualisierung, Darstellung des Typischen in einzelnen lebensvollen Gestalten, während die Wissenschaft zur Theorie strebt.

Die Religion ist, so sagt man, später entstanden als die Kunst, für die früheste Geschichte ist sie nicht nachweisbar. Die religiösen Vorstellungen gelten allesamt als verzerrte Widerspiegelung durchaus irdischer Mächte in der phantastischen Verkleidung als jenseitige. Mangelnde Naturerkenntnis und -beherrschung soll die Ursache dieser Verzerrung sein, zu der sich mit dem Zerfall der Urgesellschaft die Undurchschaubarkeit und Unbeherrschbarkeit des gesellschaftlichen Prozesses dazugesellt.

Die Frühformen der Religion sollen auf der Vergottung von Naturkräften beruhen, von Pflanzen und Tieren (Aninismus - Totemismus). Relikte davon erhalten sich bis in spätere Zeiten. Die gelegentliche Verwandlung des Zeus in einen Stier, der Menschenkörper und der Hundekopf beim ägyptischen Gott Anubis werden dafür als Beispiele angeführt. Mit der Vergottung auch sozialer Kräfte verändere sich die Funktion der alten Götter: Ares/Mars wird aus dem Gott des Wachstums zum Kriegsgott, Hephaistos aus dem Gott des Feuers zum Gott des Schmiedehandwerks. Alle Religion sei ursprünglich polytheistisch. Die Entstehung des Monotheismus in ihren verschiedenen Etappen stellt man sich so vor: Die Götter der besiegten Völker müssen denen der Siegervölker Platz machen, nehmen dabei aber einige ihrer Charakterzüge an. Stammesverschmelzungen führen zu Religionsverschmelzungen. Die Klassenhierarchie wird ins Überirdische projiziert. Engels ist überzeugt, daß "der eine Gott ohne den einen König nie zustandegekommen wäre, die Einheit des die vielen Naturerscheinungen kontrollierenden, die widerstreitenden Naturkräfte zusammenhaltenden Gottes nur das Abbild des Einen, die widerstreitenden und in ihren Interessen kollidierenden Individuen scheinbar oder wirklich zusammenhaltenden orientalischen Despoten ist [...]“[8]

Mangelnde technisch-rationale Naturbeherrschung ist es, die zu Versuchen magisch-irrationaler Einflußnahme auf die Naturmächte in der Urgesellsehaft führen soll: Medizinmänner und Schamanen versuchen durch Zauber und Opfer, die anthropomorph vorgestellten Naturkräfte gnädig zu stimmen. Hier hat nach marxistischer Auffassung aller religiöse Kultus seine Quelle. Mit der Herausbildung einer Priesterschicht wird der religiöse Dienst zu einer Sphäre der gesellschaftlichen Arbeitsteilung, die Kirchen verfügen bald über eine enorme Macht über das Denken der Menschen, die durch die Verwandlung einzelner Religionen in Staatsreligionen noch verstärkt wird.

Die Religion, so liest es sich, ist eine beharrende Kraft, doch letztlich unterliegt auch sie der Veränderung. Eine solche ist z.B. die Herausbildung des Christentums, die man im Zusammenhang mit der Zersetzung der Sklavenhalterordnung betrachtet. Das Christentum „übernehme“ Elemente der von ihm verdrängten Religionen in sein eigenes Glaubensgebäude: den Monotheismus und die Messias-Vorstellungen des Alten Testaments, das Motiv vom Leiden, Sterben und Auferstehen eines Gottes aus den Mythen östlicher Völkerschaften, dazu - wie man meint, "vulgarisierte“ - Vorstellungen aus der griechischen Philosophie (Logos-Lehre) und aus der Stoa. Innerhalb des Imperium Romanum als Religion der unterdrückten Massen entstanden, habe sich das Christentum später in die offizielle Ideologie der herrschenden Klassen verwandelt. Damit seien auch einige demokratische Wesenszüge des Urchristentums verloren gegangen. Das Christentum "feudalisierte“ sich, die römisch-katholische Hierarchie entstand. "Im 16. Jahrhundert löste sich mit der Herausbildung und Stärkung der Bourgeoisie der Protestantismus mit seiner Idee vom unmittelbaren Umgang des Menschen mit Gott, seinem Appell an die Einzelpersönlichkeit und seiner Predigt solcher Tugenden wie Sparsamkeit, Fleiß usw. aus der feudalen katholischen Kirche heraus.“[9] Die Entwicklung des Kapitalismus zwinge andererseits auch den Katholizismus zur Anpassung. Daß sich soziale Bewegungen religiös geben, wird nicht als Widerspruch zur These vom Überbaucharakter der Religion empfunden: den ausschließlich mit religiöser Ideologie gefütterten Massen mußten ihre eigenen Interessen in religiöser Verkleidung vorgeführt werden, um einen großen Sturm zu erzeugen“, schreibt Engels über die Bauernkriege.[10]

Man konstatiert, daß sich zahlreiche Anhänger der Religion heute für sozialen Fortschritt und Frieden einsetzen. Die Kommunisten streben gemeinsames Handeln mit den religiös beeinflußten Werktätigen an, wollen aber dabei nicht dasjenige vergessen, was sie die reaktionäre Rolle der religiösen Ideologie, ihren unwissenschaftlichen, vernunftwidrigen Charakter nennen. Die regierenden kommunistischen Parteien gewähren zwar Religionsfreiheit, stecken den religiösen Gemeinschaften aber einen relativ engen Rahmen der Betätigung und führen zugleich eine massive atheistische Propaganda, die zuweilen sicher nicht weniger Anpassungsdruck erzeugt als die mittelalterliche Kirche. Wenn die Religion sich als zählebiger erweist, als angenommen, ihr prognostiziertes Absterben auf sich warten läßt, so erklärt man sich das mit den vorhandenen Resten überlebter Produktionsweisen, aber auch mit der existentiellen Erschütterung für viele Menschen durch die Kriege und Katastrophen unseres Jahrhunderts.

Die Wissenschaft sieht man zur Religion im unversöhnlichen Gegensatz. Die Philosophie allerdings, in der sich der Logos vom Mythos emanzipiert, sei in ihren idealistischen Formen noch vielfach mit der Religion verbunden, die marxistische Philosophie sei die erste konsequent wissenschaftliche. Die Herausbildung der Einzelwissenschaften sieht man als Moment im Prozeß der gesellschaftlichen Arbeitsteilung, Wissenschaft ist letztlich bedingt durch praktische Bedürfnisse, vor allem der Produktion. "Das Entstehen von Astronomie, Mathematik und Mechanik wurde durch die Bedürfnisse der künstlichen Bewässerung, der Seefahrt, der Errichtung großer öffentlicher Bauwerke, der Pyramiden, Tempel usw. hervorgerufen“; Handel und Steuerwesen stimulierten die Entwicklung der Arithmetik.[11] Die Wissenschaftsentwicklung macht zwei große Schübe, in der Antike und der Renaissance, durch. Die moderne experimentelle Naturwissenschaft und die moderne industrielle Entwicklung sind miteinander untrennbar verbunden: Dampfmaschine und Wärmetheorie, mechanischer Webstuhl und Mechanik, Stromerzeugung und Elektrizitätslehre, Bergbau und Geologie usw. In diesem Wechselverhältnis soll die Produktivkraft-Evolution gegenüber der Wissenschafts-Evolution letztlich primär sein, aber die Wissenschaft, die jetzt bewußt technisch eingesetzt wird, soll auch revolutionierend auf die Produktion zurückwirken.

Die relative Selbständigkeit der Wissenschaft, wie die aller gesellschaftlichen Bewußtseinsformen, sieht man darin begründet, daß der wissenschaftlich Tätige unmittelbar am vorliegenden Gedanken- und Vorstellungsmaterial anknüpft und sich der Wirklichkeit über dieses Medium nähert, nicht unmittelbar. Wissenschaft nach einer vordergründigen Staatsraison zu reglementieren, widerspreche dieser relativen Eigengesetzlichkeit: "Ohne Meinungsstreit und Freiheit der Kritik läuft die Wissenschaft Gefahr, dogmatisch zu werden, auf der Stelle zu treten.“[12] - Man weiß nach der Stalin-Ära, wovon man da redet. Die heutige Rolle der Wissenschaft - schon quantitativ am explosiven Wachstum des Bildungswesens ablesbar - berechtigt dazu, von einer wissenschaftlich-technischen Revolution zu sprechen. In ihr wird die Wissenschaft zur "unmittelbaren Produktivkraft“, denn die Technik ist "vergegenständlichte Wissenskraft“.[13] Automatisierung, EDV und die Ausnutzung neuer Energieträger charakterisieren diese Revolution, die sich vor unsern Augen abspielt. Mit ihren sozialen Folgen könne der Kapitalismus nicht fertig werden, er pervertiere die neuen Produktivkräfte immer wieder zu Destruktivkräften. Nur die sozialistische Planwirtschaft kann, davon gibt man sich überzeugt, den wissenschaftlich-technischen Fortschritt gezielt für die Bedürfnisse der werktätigen Massen nutzen; der wissenschaftlich-technische erfordert den sozialen Fortschritt. Im Kommunismus wird die Wissenschaft, so glaubt man, den entscheidenden Platz im gesellschaftlichen Bewußtsein erhalten, während die Religion, die politische und Rechtsideologie absterben und die Funktion der Verhaltensregulierung ganz auf die - nunmehr von wissenschaftlicher Erkenntnis über den Menschen getragene -Moral übergehen werden.[14]

Bewußtseinsformen können sich erhalten, auch wenn die Bedingungen, unter denen sie entstanden sind, längst nicht mehr existieren. Daraus ergeben sich die Probleme der „ideologischen Erziehungsarbeit“ der kommunistischen Partei an der Macht: „Antisoziale Einstellungen“ und „falsches Bewußtsein“ verschwinden nicht automatisch, da ideologische und ökonomische Entwicklung nicht unmittelbar zusammenfallen und die Ökonomie sich nur in „letzter Instanz“ durchsetzt. Man konstatiert, daß die gesellschaftlichen Bewußtseinsformen in einem komplizierten Wechselverhältnis zueinander und zu den materiellen gesellschaftlichen Verhältnissen stehen, das jeweils konkret analysiert werden muß. Ideen sind für den Marxismus zwar nicht die treibenden Geschichtsmächte, dies bedeutet aber keineswegs, daß er ihre Wirkung gleich 0 setzt. Welchen Sinn hätte sonst wohl auch das Wort des jungen Marx von der Idee, die zur materiellen Gewalt wird, wenn sie die Massen ergreift?[15] Die Rolle der geistigen Auseinandersetzung wird deshalb vom Marxismus nicht gering veranschlagt: in seiner Sicht spielt sie sich in unserer Epoche in erster Linie zwischen den fortschrittlichen Ideen der Arbeiterbewegung und der reaktionären bürgerlichen Ideologie ab. Ein Drittes zwischen sozialistischer und bürgerlicher Ideologie kann es nach einem vielzitierten Lenin-Wort nicht geben.[16] Diese Auffassung führt in der Praxis oft zu einem relativ simpel-dualistischen Weltbild, bei dem alles geistige Ringen über den Leisten des ideologischen Klassenkampf-Schemas geschlagen wird. "Dritte Wege“ gelten dann als besonders raffiniert getarnte Varianten bürgerlicher Ideologie, als Mittel einer subtilen Diversion durch den Klassengegner; abweichende Interpretationen des Marxismus sind da leicht als ideologische Konterbande, die in den Marxismus eingeschmuggelt werden soll, abgetan. Wenn der Westen von Demokratie und Menschenrechten spricht, so ist dies dann nur eine raffinierte und verlogene antikommunistische Demagogie, die "Industriegesellschaftstheorie“ soll nur vom Kapitalismus-Problem ablenken, die Konvergenztheorie ist nur zur Aufweichung des Sozialismus erdacht, die Thesen der ,Neuen Linken‘ nur dazu angetan, die ,antiimperialistische Front‘ zu spalten: solche Verkürzungen sind die Folge einer allzu simplen Sicht der geistigen Auseinandersetzung unserer Epoche.[17] Aber es sind auch tatsächliche Destabilisierungsversuche und negative Einflüsse des westlichen Lebensstils auf die Bürger der sozialistischen Länder, die die Kommunisten einen permanenten ,ideologischen Klassenkampf‘ für erforderlich halten lassen. Daß ihre Agitation und Propaganda auf die Massen nicht immer emotional motivierend wirkt, ist Anlaß immer neuer Appelle der Führungen zur Verstärkung dieses Kampfes. Doch die Menschen empfinden die Parolen vom Gemeinwohl und der Planung als dem Gegenbild zu privatkapitalistischem Profitprinzip, von Solidarität und Kollektivgeist als Gegenbild zu "Egoismus und Individualismus“ oft als inhaltlich zu unausgewiesen. Prekär ist vor allem die von der Propaganda immer noch vorgenommene Identifikation von Egoismus und Individualismus. Ist doch derselben Propaganda zufolge die "allseitige Persönlichkeitsentfaltung“ das erklärte Ziel des Sozialismus. Und was soll diese anderes zum Inhalt haben als die Bildung sozialistischer, also nicht egoistischer Persönlichkeiten, d.h. Individualitäten? Ausdrücklich spricht Marx von der sozialistischen Gesellschaft als einer "Assoziation“, d.h. Gemeinschaft, in der "die freie Entwicklung eines jeden die Bedingung für die freie Entwicklung aller ist.“[18] Die Entfaltung der menschlichen Wesenkräfte als Selbstzweck, von der als Ziel des Kommunismus im dritten Band des "Kapital“ gesprochen wird[19] ist vor dem Hintergrund dieser zentralen Aussage des "Manifests“ nicht einfach im Sinne einer Entfaltung der Gattungsfähigkeiten der Menschheit zu verstehen, sondern als Persönlichkeitsentwicklung des einzelnen, dessen Interessen mit denen der Gesellschaft im Kommunismus zur Harmonie gebracht sein sollen. Daß die Gesellschaft ein organisches System sei, bedeute nicht, daß das Individuum einer Zelle zu vergleichen sei, ohne eigenständige Bedeutung sei.

Trotz der Betonung der Rolle der Persönlichkeitsentfaltung durch die Marxisten-Leninisten entzündet sich die Kritik an ihrem System des realen Sozialismus immer wieder an der Bevormundung des einzelnen durch den kraft der Legitimation durch das Konzept der proletarischen Diktatur und des ,demokratischen Zentralismus‘ omnipotenten Staat mit seiner Staatspartei und den auf der gleichen Linie operierenden Massenorganisationen. Einerseits soll der Sozialismus - durch die Brechung des Bildungsprivilegs der Reichen und die Sicherung von Chancengleichheit für alle - dafür sorgen, daß der Mensch seine individuellen Anlagen ausleben kann, während sein individuelles Schicksal in der antagonistischen Gesellschaft immer noch in hohem Maß von der Klassenzugehörigkeit bestimmt sei. Andererseits wird dem Individuum, da die Versöhnung zwischen ihm und der Gesellschaft prinzipiell erreicht sein soll, Kritik am gesellschaftlichen status quo des Sozialismus in toto nicht mehr verstattet. Weil kein Klassengegensatz mehr existiere und damit wahre Freiheit verwirklicht werde, sei auch die politisch-moralische Einheit des Volkes erreicht. Meinungsstreit sei zwar noch möglich und auch nötig: doch müßten sich die Meinungsverschiedenheiten auf ,einzelne Unklarheiten‘ und ungelöste Fragen und Probleme des gesellschaftlichen Lebens beziehen, nicht jedoch auf die Grundprinzipien und Grundfragen der Ideologie. Durch die Einbeziehung aller Werktätigen in die Leitung des Staates und durch die Entwicklung der sozialistischen Demokratie gebe der Sozialismus jedem Bürger die Möglichkeit, seine Meinung zu allen Fragen des gesellschaftlichen Lebens zu äußern. Das klingt alles recht gut - doch wer entscheidet, was Grundfrage der Ideologie ist - und damit tabu - und was ,einzelne Unklarheit‘?

Es existiert im realen Sozialismus einstweilen ein unaufgelöster Widerspruch zwischen der Schaffung einiger wesentlicher Bedingungen von Persönlichkeitsentfaltung, etwa in Gestalt eines barrierenlosen oder wenigstens barrierearmen Bildungswesens, und der Verweigerung anderer ebenso wichtiger in Gestalt der Freiheit des Bildungs- und Geisteslebens. Immerhin: die Theorie sieht heute das individuelle Bewußtsein nicht nur von Milieuprägungen bestimmt, sondern auch von der Stufe der individuellen Entwicklung: der Arbeitsbegriff des Marxismus, demzufolge ein Subjekt in hohem Maße als das Produkt seiner eigenen Arbeit begriffen werden muß, ist hier ein Schlüssel, der möglicherweise das Schloß zu einem tieferen Verständnis des Problems des individuellen Bewußtseins öffnen kann. Das gesellschaftliche Bewußtsein ist zwar dem individuellen vorgegeben, aber man räumt ein, daß vom "Individuum ausgehende Gedanken und Überzeugungen zum Gemeingut der Gesellschaft und zur sozialen Kraft werden“ können[20] Und das Denken, so sehr der Denkprozeß mit gesellschaftlich vorgegebenen Kategorien operiert, soll nur existieren "als das Einzeldenken von vielen Milliarden vergangener, gegenwärtiger und zukünftiger Menschen [...]“[21]

„[...] das menschliche Wesen“, schrieb Marx, ist "kein dem einzelnen Individuum innewohnendes Abstraktum. In seiner Wirklichkeit ist es das ensemble der gesellschaftlichen Verhältnisse.“[22] Aus dieser Bestimmung des Persönlichkeitsbegriffs soll jedoch nicht folgen, daß der Marxismus den Menschen ganz und gar auf Gesellschaft oder Gattung reduziert. Der einzelne Mensch scheint auch für Marx - jedenfalls an manchen Stellen seines Werks - ein "Eigener“ zu sein: ein "besonderes Individuum [...] und gerade seine Besonderheit macht ihn zu einem Individuum und wirklichen individuellen Gemeinwesen.“[23]

Diese Besonderheit des Menschen stellt sich dar in den physischen und geistigen Anlagen, Fähigkeiten und Kräften und den Bedürfnissen des einzelnen. Das Prinzip des Kommunismus, von Marx in der Kritik des Lassalleschen Gothaer Programms formuliert als „Jedem nach seinen Fähigkeiten, jedem nach seinen Bedürfnissen“, ist durchaus nicht gleichmacherisch, fetischisiert den Konsum sowenig wie es ihn asketisch verteufelt, wenn auch einem absoluten Individualismus Stirnerscher Prägung entgegengearbeitet wird und das Parteiprogramm der KPdSU jenes Prinzip -durch Erfahrung mit den im Sozialismus durchaus noch virulenten antisozialen Trieben belehrt - dahingehend präzisiert, daß es sich um die vernünftigen Bedürfnisse reifer Individuen handele.[24]

Man leugnet also das Individuelle nicht, ja man versucht es zu verstehen: Die Individualität äußere sich in den natürlichen Anlagen und seelischen Eigenheiten des Menschen, den Besonderheiten seines Gedächtnisses und seiner Vorstellungswelt, seinen besonderen Geschicklichkeiten für diese oder jene Tätigkeit, den Besonderheiten seines Temperaments, seines Charakters, seiner Physiognomie, all seiner tätigen Lebensäußerungen. Das Individuum dürfe nicht auf die Summe seiner Eigenschaften reduziert werden, sondern müsse als selbstbewußtes Subjekt betrachtet werden, das sozial wollend und materiell tätig, zugleich aber sozial denkend und fühlend sei. Wie erklärt sich der Marxismus dieses Individuelle, z.B. die Unterschiede in den Fähigkeiten der Menschen? Man will hier weder die biologischen noch die sozialen Determinanten isoliert betrachten. Erbanlage und Milieu wirken zusammen: den Einfluß der ersteren erkennt man in der Tatsache, "daß bei gleichen Lebensbedingungen und gleicher Erziehung die individuellen Unterschiede in den Fähigkeiten recht beträchtlich sein können“[25] den Einfluß des letzteren erblickt man darin, daß erst die Einwirkung der Gemeinschaft mit anderen Menschen Fähigkeiten zur Reife bringt: Die Sprachentwicklung ist nur das signifikanteste Beispiel, aber auch Eigenschaften wie Willensstärke und Zielstrebigkeit sind nicht einfach angeboren, sondern entwickeln sich in der Zusammenarbeit bzw. im Wettstreit mit anderen. Persönlichkeitstypen seien historisch und sozial geprägt, die Persönlichkeit verinnerliche jedoch in hohem Maße ihre soziale Rolle und entwickele in der Auseinandersetzung mit ihr den eigenen Verhaltensstil.

Aus solchen Überlegungen leitet sich eine entschiedene Frontstellung gegen den Biologismus etwa sozialdarwinistischer Prägung ab, der Soziales auf Biologisches reduziert: Die Eigenschaften des Menschen entwickeln sich, haben historischen Charakter, sind keine biologischen Konstanten. Es gibt keine angeborene "Aggressivität“, keinen angeborenen unabänderlichen "Eigentumsinstinkt“: d.h. es gibt keine biologische Rechtfertigung für Kapitalismus und Krieg, Rassismus und Genozid. Machtstreben, Konformismus, Zerstörungswille usw. sind nicht primär von der Psychologie her zu bekämpfen, sondern durch die revolutionäre Beseitigung ihrer gesellschaftlichen Wurzeln.[26]

Der Mensch ist also für den Marxismus ein biosoziales Wesen, und seine individuellen Fähigkeiten entstehen aus der Dialektik von Vererbung und Milieueinfluß, entstammen also letztlich nicht der Individualität selber, die als entstanden und vergänglich gedacht wird, sondern entstehen aus etwas außer ihr Liegendem und ihr Vorausgehendem. Der Mensch bleibt immer ein Geschöpf natürlicher und sozialer Verhältnisse. Doch ist in einem Satz von Marx aus dem Vorwort zum Kapital, der dies konstatiert, zugleich die Rede davon, daß der einzelne sich subjektiv, auch wenn dies weitgehend folgenlos bleibt, über die ihn prägenden Verhältnisse erheben kann. Wer ist aber das Subjekt dieser Erhebung, wenn alle Subjektivität doch von biosozialen Determinanten produziert sein soll? An diesem Punkt läßt uns Marx im Stich. Die Individualität bleibt unerklärlich, da sie aus anderem erklärt werden soll. Der Weg zum Verständnis der ,ungeselligen Geselligkeit des Menschen‘ (Kant) ist so teilweise verbaut: Die Versöhnung zwischen Persönlichkeit und Gesellschaft im Marxismus kippt immer wieder in die Vergesellschaftung der Persönlichkeit um. Der Individualismus wird letztlich doch immer wieder auf Egoismus, auf einen ideologischen Reflex von Konkurrenz und Anarchie der Produktion, auf einen Ausdruck kleinbürgerlicher Mentalität reduziert. Immerhin wird zugegeben, daß im Sozialismus durchaus noch Konflikte zwischen gesellschaftlichen Interessen, Gruppeninteressen (und auch -egoismen) und persönlichen Belangen existieren, ja selbst im Kommunismus die Interessenidentität nichts automatisch Gegebenes sein werde. Jedoch sei der kapitalistische Kampf aller gegen alle im Sozialismus beseitigt, die objektiven Bedingungen für Solidarität, die den Schwächeren miteinbezieht und die soziale Initiative des Starken fordert, gegeben.

Der Marxismus leugnet die Rolle der Persönlichkeit in der Geschichte nicht. Aber er kritisiert alle Formen elitärer Massenverachtung, die wähnt, einzelne große Politiker oder Intellektuelle machten die Geschichte, während die Volksmassen bloß passives Material seien. Diese Meinung habe ein gewisses Fundament im faktischen Ausschluß der Massen von der Gestaltung ihrer eigenen Geschicke in der antagonistischen Gesellschaft; doch machten die Herrschenden Politik nicht im luftleeren Raum, sondern unter bestimmten, maßgeblich durch die materielle Arbeit der Volksmassen geschaffenen Bedingungen. Gleichwohl ist vom Wirken führender Persönlichkeiten Verzögerung oder Beschleunigung des Geschichtsverlaufs durchaus abhängig, wenn auch letztlich nicht seine Grundrichtung: Die Entwicklung der Produktion, aber auch die der Wissenschaft und Kunst gilt als gesetzmäßiger Prozeß. D.h. daß der pythagoräische Lehrsatz, die Schwerkraftgesetze und die Lokomotive auch ohne Pythagoras, Stephenson und Newton eines Tages gefunden worden wären, daß die Zeit für die materialistische Geschichtsauffassung z.B. einfach "reif war und sie eben entdeckt werden mußte“[27], auch ohne Marx und Engels, wenn auch in diesem Fall vielleicht etwas später, daß die sozialistische Revolution auch ohne Lenin irgendwo die erste Bresche in das imperialistische Weltsystem geschlagen hätte. Es ist dies ein Punkt, wo man deutlich Unsicherheit herausspürt: Beinahe im gleichen Atemzug wird die Genialität von Marx, Engels und Lenin, die eminente Rolle der Parteiführer überhaupt in den höchsten Tönen gepriesen, aber es wird auch auf die Gefahren des Personenkults, wie sie in den Verletzungen der sozialistischen Gesetzlichkeit in der Stalin-Ära hervorgetreten seien, hingewiesen.



[1] Konstantinow, S. 442. Vgl. dort auch im folgenden S. 440ff.; ebenfalls vgl. man Hahn (Hg.) 1976, S. 625ff. und Fiedler u.a. (Hg.) 1974, S. 532ff.

[2] Konstantinow, S. 454.

[3] Vgl. ibd. 457.

[4] MEW 3, S. 378f.

[5] Fiedler (Hg.) 1974, S. 577f.

[6] Marx, Grundrisse, S. 30.

[7] Vgl. Konstantinow, S. 462.

[8] An Marx, 18.10.1846, in MEW 27, S. 57.

[9] Konstantinow, S. 465. Zum Komplex Religion vgl. auch Steigerwald 1973 und Tokarew 1976.

[10] MEW 21, S. 204.

[11] Konstantinow, S. 484. Zum Komplex Wissenschaft s. a. die ausführliche Darstellung Bernals 1970.

[12] Konstantinow, S. 490.

[13] Grundrisse, S. 594.

[14] Konstantinow, S. 503.

[15] Vgl. MEW 1, S. 385.

[16] LW 5, S. 396.

[17] Beispiele für derartige Polemik finden sich etwa in der Publikationsteihe ,Zur Kritik der bürgerlichen Ideologie“ (hg. von M. Buhr).

[18] MEW 4, S. 482.

[19] Vgl. MEW 25, S. 828.

[20] Konstantinow, S. 473.

[21] Engels, MEW 20, S. 80.

[22] MEW 3, S. 6.

[23] MEW-Erg.bd. 1, S. 539.

[24] Programm der KPdSU von 1961, S. 62.

[25] Konstantinow, S. 515.

[26] Konstantinow kritisiert in diesem Zusammenhang E. Fromms Konzept der Arbeit an der Psyche in kleinen Gruppen, s. S. 507f.

[27] Engels an W. Borgius, 25.1.1894, in MEW 39, S. 206f.


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