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EU-Verfassungsvertrag
und die Forderungen der Zivilgesellschaft
Für ein
anderes Europa:
Elke
Schenk:
Grundfreiheiten gegen Grundrechte?
Perspektiven für ein solidarisches und demokratisches EUropa 
"Alter
Brief im neuen Umschlag"
EU-Verfassung heißt jetzt Vertrag
von Lissabon 

Impuls
21 - Europäische Bürgerschaftsbewegung [EBB]
Aufruf:
Europa demokratisch machen!
Europäisches
Sozialforum, Malmö, 17. - 21. September 2008
Alternative
Berliner Erklärung:
"Europa
nicht ohne uns!"
EUropa - Traum oder
Alptraum im Osten?
Konferenz, Stuttgart, 30./31.
März 2007
Europäisches
Sozialform, Athen 4.-7.
Mai 2006
Internetportal für europaweite Diskussion und Abstimmung
Aufruf für regionale Foren zur
Gestaltung eines anderen Europa von unten
EU-Verfassung
- auf Eis gelegt, doch nicht beerdigt

Netzwerk
Europäische VerfassungInitiative - BürgerKonvent EU21
Aufruf
zur Wahl eines demokratischen Konvents zur Zukunft Europas (Mehr
Demokratie e.V.)
EU
Democrats - Allianz für ein Europa der Demokratien
Christoph Strawe:
Nach
dem Nein: Wie weiter mit Europa?
Wilhelm
Neurohr:
Ein
anderes Europa ist möglich"
Sieben Thesen zu einem nachhaltigen Europa. Ein Beitrag zu einem
europäischen Leitbild
Christoph
Strawe:
Zivilgesellschaftliche
Alternativen
zum EU-Verfassungsvertrag

EU
global - fatal?!
Ergebnisse
der Stuttgarter Europa-Konferenz als Reader >>
Inhalt >>
Bestellformular
Zur
Auseinandersetzung um die EU-Verfassung
Erklärung:
Nein zu diesem EU-Verfassungsvertrag
- Ja zu einem sozialen, demokratischen und friedlichen Europa
(kann online unterzeichnet werden)
Zeitplan
der
Entscheidungen über die Ratifizierung des Vertrages in den
verschiedenen europäischen Ländern (englisch)
Die
internationale Kampagne "Les faces du NON"
Wir sagen „NEIN“ zum EU-Verfassungsentwurf -
in Deutschland, in Frankreich und in ganz Europa
>>
Koordinierungsbüro
für die Kampagne gegen die
militarisierte EU-Verfassung
>>>
www.eu-verfassung.com
>>
Europa nicht ohne Entscheid
der Bürgerinnen und Bürger:
http://www.mehr-demokratie.de/aktuell.html // www.european-referendum.org/
>>
Weiteres Material:
www.attac.de/eu-ag // www.eu-verfassung.org // www.imi-online.de
>> Konventsentwurf des Verfassungsvertrags
>>
Offizielle
Endfassung des Verfassungsvertrags
(Bitte geänderte Artikelnummerierung
gegenüber der Erstfassung beachten)
>> Offizielle Portalseite
"Europäische Union Online" <<
>> Zur Einschätzung der Dienstleistungsrichtlinie der EU // Zum
offiziellen Text der Richtlinie
>>
Im Hintergrund: Die "Lissabon"-Strategie"
Im Jahre 2000 hat der
Europäische Rat in Lissabon beschlossen, die EU „bis 2010 zum
wettbewerbs- fähigsten und dynamischsten wissensbasierten
Wirtschaftsraum der Welt“ zu machen. >>
Bericht der "Hochrangigen Sachverständigengruppe unter Vorsitz von
Wim Kok, November
2004 "Die
Herausforderung annehmen"
Dezember 2003:
Aus einem Flugblatt der Stuttgarter Attac-EU-AG:
JA zu einem EUROPA der Freiheit, Demokratie und sozialen
Gerechtigkeit! - NEIN zu einer Verfassung der Europäischen Union ohne
Mitwirkung der Bürgerinnen und Bürger!
-
Treten wir ein für eine Demokratie, die durch
direkte Bürgerentscheide und die Stärkung der kommunalen,
regionalen und nationalen Parlamente für die Menschen konkreter
wird.
-
Gestalten wir uns eine offene Zukunft mit
menschengerechten Formen des Wirtschaftens und würdigen Arbeits-
und Lebensbedingungen für alle Menschen.
-
Sagen wir Nein zu einer Unterordnung aller
Politikfelder unter die neoliberale Wirtschaft, die nur wenige
Gewinner kennt und sich zunehmend als verhängnisvoll für die
Mehrheit der Menschen und den Planeten erweist.
-
Sagen wir Nein zur Beschneidung von
Grundrechten, zu Zentralismus und bürokratischer
Reglementierungswut, zur Kommerzialisierung öffentlicher Güter und
zu Rüstungswahn und europäischer Großmachtpolitik!
Schreiben Sie an den Bundeskanzler, den
Bundesaußenminister und die Bundestagsabgeordneten. Fordern Sie sie
auf, diesen Entwurf nicht zu unterzeichnen. Jeder Brief ist wichtig!
Konfrontieren Sie die Kandidatinnen und Kandidaten für die Europawahl
im Juni mit den hier gestellten Fragen und Forderungen! Verlangen Sie
eine breite Information, Diskussion und eine Volksabstimmung!
>>> Download des Textes im vollen
Wortlaut hier (pdf) >>>
Zum Scheitern der Regierungskonferenz am 12./13. Dezember
2003 
Der
EU-Konvent hat seine Arbeit beendet - Quo vadis Europa? 
Das war der Konvent zur
Zukunft Europas:
Aufgabe: Vorschläge
für die anstehenden Reformen der EU zu erarbeiten. Er soll hierzu
ein "Abschlussdokument" erstellen, das "entweder
verschiedene Optionen oder - im Falle eines Konsenses - Empfehlungen
enthalten kann." Die Ergebnisse des Konvents dienen "als
Ausgangspunkt für die Arbeiten der künftigen Regierungskonferenz, die
die endgültigen Beschlüsse fasst." Diese Regierungskonferenz wird
im Jahre 2003 oder 2004 zusammentreten.
In der Erklärung von Laeken
werden folgende Aufgabenfelder genannt: - Bessere Verteilung und Abgrenzung der Zuständigkeiten in
der EU - Vereinfachung der
Instrumente der EU - Mehr Demokratie,
Transparenz und Effizienz - Wege zu
einer Verfassung für die EU-Bürger
Zusammensetzung: Präsident: Valéry Giscard d’Estaing und 2
Vizepräsidenten - 13 Vertreter der
Staats- und Regierungschefs der beitrittswilligen Länder - 26 Mitglieder der nationalen Parlamente der
beitrittswilligen Länder - 15
Vertreter der Staats- und Regierungschefs der EU-Länder - 30 Mitglieder der nationalen Parlamente der
EU-Länder - 16 Mitglieder des
Europäischen Parlaments -2 Vertreter
der EU-Kommission
Februar 2003:
Vorschläge der Initiative Netzwerk Dreigliederung zum Vertrag über
eine Verfassung für Europa
März 2002:
In der Erklärung
von Laeken (15.12.2001) haben die Staats- und Regierungschefs
der Europäischen Union einen Konvent zur Zukunft Europas beauftragt,
Vorschläge für eine grundlegende Erneuerung der Verträge
auszuarbeiten und Reformen vorzubereiten, an deren Ende ein wie immer
gestalteter europäischer Verfassungsvertrag stehen soll. Am 28. Februar
hat sich dieser Konvent konstituiert.
Die Initiative "Netzwerk
Dreigliederung" hat bereits in die Debatte über die
europäische Charta der Grundrechte mit eigenen
Vorschlägen eingegriffen >>> und außerdem gemeinsame Aktivitäten mit der Intercitizens
Conferences (ICC) >>> ergriffen.
Sie begrüßt alle Initiativen, die im Zusammenhang mit der
europäischen Verfassungsentwicklung auf die folgenden Ziele gerichtet
sind:
- Verbesserung des Niveaus des Grundrechtsschutzes
- und zwar sowohl auf der Ebene der individuellen Freiheitsrechte als
auch auf dem der demokratischen Beteiligungsrechte und der Sozialrechte;
- Förderung von Verantwortung, Initiative und
Selbstverwaltung;
- Konsequente Umsetzung des Grundgedankens der
Subsidiarität;
- Durchlässigkeit für die Initiativen und
Vorschläge der Zivilgesellschaft, im Sinne des Aufrufs "Für einen
europäischen Verfassungsprozoess von unten" (EU 21) vom Oktober
2000.
- Kein europäischer Verfassungsvertrag ohne das
Votum der Bürgerinnen und Bürger, das heißt ohne Referenden in den
einzelnen EU-Mitgliedsstaaten.
Die Initiative "Netzwerk Dreigliederung"
setzt sich in diesen Fragen aktiv für den Dialog und die Zusammenarbeit
aller Kräfte der Zivilgesellschaft ein. Sie hält es für wichtig, dass
die Kräfte, die schwerpunktmäßig die sozialen Rechte vertreten, mit
den Bewegungen für mehr Demokratie und den Initiativen für kulturelle
Freiheit zusammenwirken und zu gemeinsamen essentiellen Forderungen und
Vorschlägen kommen.
In diesem Sinne stellen wir an hier einige uns
wichtig erscheinende Initiativen und Positionen vor.
Initiative Netzwerk Dreigliederung
Stuttgart, März 2002
European
Referendum Campaign
Europäisches Sozialforum, Paris, 12.- 15. November 2003
Manifest "Europa 2004" des Permanenten
Forums der Zivilgesellschaft: Runder Tisch zwischen Europäischen
Institutionen und der Zivilgesellschaft
Mehr Demokratie e.V.: Vorschlag für direkte
Demokratie in der EU
Forum
Menschenrechte: Forderung nach Beteiligung der Zivilgesellschaft an den
Debatten des Konvents und einem parallelen Dialogforum der
Zivilgesellschaft
IG Eurovision: Ratschlag über die Bildung eines
Alternativkonvents
Europäisches Forum für Freiheit im Bildungswesen
Gruppe kritischer Konventsmitglieder
Europäische Allianz EU-kritischer Bewegungen
Die offizielle Webseite des EU-Konvents
// Diskussionsforum
des Konvents
European Referendum Campaign
Den Aufruf zu
dieser Kampagne haben zahlreiche europäische Organisation
unterzeichnet, darunter auch die Initiative Netzwerk Dreigliederung. Sie
verlangen:
1) Dass eine EU
Verfassung oder ein Verfassungsvertrag, der sich aus der Arbeit des
"Konvents über die Zukunft Europas" ergibt, einen Artikel
enthält, der dafür sorgt, dass die
Verfassung oder der Verfassungsvertrag den Bürgern der Mitglieds- und
Bewerberstaaten in
einem europaweiten Referendum vorgelegt wird, das am selben Tag in allen
betroffenen
Ländern abgehalten wird;
2) Dass die
Regierungen und Parlamente der EU- und Bewerberstaaten die notwendigen
rechtlichen und verfassungsmäßigen Bedingungen für ein bindendes
Referendum schaffen.
Die EU-Verfassung oder der Verfassungsvertrag wird in den Ländern
angenommen, in denen
sich eine Mehrheit dafür ausspricht.
3) Dass
das Referendum gleichzeitig mit den Europawahlen im Jahr 2004
stattfindet
Seitenanfang
Europäisches
Sozialforum, Paris, 12. bis 15. November 2003
Eine andere Welt ist möglich - Ein anderes Europa auch!
>>> Zur Homepage des ESF
Auf diesem - nach dem Florenzer - zweiten Sozialforum des europäischen
Kontinents soll im Geiste des Weltsozialforums von Porto Alegre /
Brasilien weitergearbeitet werden. Dort sollen sich die sozialen
Bewegungen treffen und Erfahrungen austauschen, aber auch Alternativen
und Strategien für deren praktische Umsetzung entwickeln. Wir sind
nämlich fest davon überzeugt, dass ein anderes Europa möglich ist und
entscheidend mitwirken kann beim Aufbau einer anderen Welt.
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Manifest "Europa
2004" des Permanenten Forums der Zivilgesellschaft
Dem "Europäischen Forum der
Zivilgesellschaft" sind 210 Organisationen angeschlossen. Die
Initiative zu diesem Forum geht von dem sogenannten "European
Movement" aus, das seinen Sitz in Brüssel hat. Das folgende
Manifest ist unter seiner Federführung entstanden. Ein
Konsultationsprozess mit allen angeschlossenen Organisationen fand nicht
statt, was auf ein strukturelles Problem derartiger NGO-Zusammenhänge
hindeutet. Der Text ist aber zumindest an wesentlichen Stellen
anschlussfähig für eine Bewegung für ein anderes Europa. Im folgenden
eine deutsche Übersetzung von Auszügen der Kurzfassung.
"Die Europäische Zivilgesellschaft,
welche eine wesentliche Rolle auf unserem Kontinent gespielt hat, wird
Hauptakteur des 21. Jahrhunderts sein. Das Manifest 2004 ist ein
Vorschlag für eine Allianz innerhalb des Rahmens eines neuen Ansatzes
von Governance in Europa. Es biete eine neue Sicht der Europäischen
Union, in welcher die staatliche Autoriäten, die Geschäftswelt und die
Zivilgesellschaft in differenzierter, dennoch aber gleichwertiger Weise
zur Zukunft der Union beitragen. Die Union muss auf der Vielfalt unserer
Wurzeln aufbauen, auf einem Europa des Friedens, der Grundrechte und
einer durch Solidarität geprägten Entwicklung [...]
Das Manifest 2004 ist auf den Erweiterungsprozess
der Union gerichtet, für welchen die Union qualitative Veränderungen
durchmachen muss:
- Die Erweiterung der Union ist ein grundlegender,
absolut notwendiger Prozess. Die Sicherheit und Wohlfahrt des Kontinents
bis 2020 wird von der Fähigkeit der Europäer abhängen, zusammen
nachhaltige menschliche Entwicklung zu ermöglichen, und zwar im
Maßstab des gesamten Kontinents. [...]
- Der neue Verfassungvertrag sollte eine Charta
der Grundrechte mit 3 Säulen enthalten, der Charta von Nizza, einer
Charta über die repräsentative, partizipatorische und paritätische
Demokratie und eine Charta nachhaltiger Entwicklung. Eine Charta der
Regionen und Städte der Union - gegen Mikronationalismus und für die
Rechte der Minderheiten - sollte ebenfalls ausgearbeitet werden. [...]
- ,Partnerschaft für das 21. Jahrhundert’
zwischen der Europäischen Zivilgesellschaft und den EU-Institutionen
sollte Gegenstand eines Gesprächs am runden Tisch sein und es (1)
möglich machen, besser die bürgerlichen und demokratischen,
ökonomischen und sozialen Felder einer europäischen
Staatsbürgerschaft abzustecken, (2) sollte es die
Zusammenarbeitsbeziehungen zwischen den Menschen in der Union und in
anderen Teilen Europas und der Welt ermutigen.
Die Erweiterung der Union ist ein fundamentaler
Punkt des Vertragsinhalts. Wir möchten gemeinsam ein Europa der
Grundrechte, der nachhaltigen Entwicklung und Kultur aufbauen. Das
Europäische Referendum, das 2004 stattfinden sollte, sollte einen neuen
Wendepunkt in der Geschichte der Union markieren, den einer erweiteren
Union mit einer neuen Vision und neuen Zielen für Europa..."
http://www.forum-civil-society.org. Mouvement Européenne, Organisation
internationale, Square de Meeûs, 25, B-1000 Bruxelles, BELGIUM, Tel:
+32 2 508 30 88, Fax: +32 2 508 30 89
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Mehr Demokratie e.V.: Vorschlag für direkte Demokratie in der EU
Die Bürgeraktion Mehr
Demokratie hat auf ihrer Bundes-Mitgliederversammlung am ersten
März-Wochenende in Fulda die Einführung der direkten Demokratie in der
Europäischen Union gefordert. Die Bürgeraktion fordert, dass die
Ergebnisse des Konvents in möglichst vielen EU-Mitgliedsstaaten am
gleichen Tag zur Volksabstimmung vorgelegt werden.
Warum nationale Referenden?
Mehr Demokratie nennt drei Gründe dafür, dass es
nationale Referenden und nicht eine europaweite Abstimmung geben soll:
"- Für ein europaweites Referendum
müsste der Unionsvertrag geändert werden. Dies bedeutet, dass sich die
Staats- und Regierungschefs einstimmig auf einen gemeinsamen Vorschlag
einigen und dann alle nationalen Parlamente diesen ratifizieren müssen.
Dies ist unwahrscheinlich, weil das bestehende Einstimmigkeitsprinzip
jedem Staat ein Veto einräumt. Auch zeitlich wäre ein solche Vorgehen
kaum zu realisieren. Der Konvent hat einen knappen Zeitplan. Die
Ratifizierung einer Vertragsänderung kann sich wie das Beispiel des
Nizza-Vertrages zeigt - lange hinziehen.
- Eine europaweite Abstimmung nach dem
Mehrheitsprinzip könnte kleinen Mitgliedsstaaten gegen ihren Willen
eine EU-Verfässung aufdrücken. Bei nationalen Referenden ist dies
nicht möglich.
- Für ein unionsweites Referendum spricht auf den
ersten Blick, dass auf diesem Wege am besten eine europäische
Öffentlichkeit geschaffen und dass das demokratische Gefälle innerhalb
der EU (Iren und Dänen stimmen häufiger über Europafragen ab,
Deutsche, Belgier, Hollänäer etc. stimmen nie ab) überwunden werden
könnte. Durch die von uns vorgeschlagene Durchführung der nationalen
Volksabstimmungen an einem Tag kann aber auch eine europäische
Öffentlichkeit entstehen. Zudem wird verhindert, dass das Ergebnis
einer Volksabbstimmung das Ergebnis späterer Abstimmungen beeinflusst.
Für Deutschland würde dies bedeuten, dass das
Grundgesetz (Art. 23) geändert werden muss. Eventuell könnte sich aber
auch aus Art. 146 des Grundgesetzes eine Verpflichtung zu einer
Volksabstimmung ergeben. Auch in einigen anderen Mitgliedsstaaten
müssten die rechtlichen Voraussetzungen für eine solche
Volksabstimmung erst geschaffen werden. Dies wäre die Aufgebe der
nationalen Parlamente."
Zudem schlägt Mehr Demokratie ein Initiativrecht
vor, mit dem die Unionsbürger EU-weite Abstimmungen einleiten können.
Dazu sollen drei Millionen Unterschriften, gesammelt in mehreren Staaten
der EU, erforderlich sein. Vertrags- oder zukünftige
Verfassungsänderungen sollen dem obligatorischen Referendum
unterliegen.
Mehr Demokratie e.V., Greifswalder Str. 4, D-10405
Berlin, Tel.: 030 / 420 823 70, Fax: 030 / 420 823 80, Internet: www.mehr-demokratie.de,
mehr Europa-Links: www.mehr-demokratie.de/bu/dd/links.htm.
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Forum Menschenrechte fordert Beteiligung der Zivilgesellschaft an den
Debatten des Konvents und paralleles Dialogforum
"Das Forum
Menschenrechte", ein Netzwerk von mehr als 40 deutschen
Nichtregierungsorganisationen, die sich für einen verbesserten,
umfassenden Menschenrechtschutz einsetzen, hat sich in einem Schreiben
an die Vertreter der Bundesrepublik im Konvent sowie an die deutschen
Vertreter des Europarlaments in dem Gremium gewandt. Darin wird an die
Debatte über die Grundrechte-Charta erinnert und dann gesagt: "Die
damalige Öffnung der Beratungen für Organisationen der
Zivilgesellschaft haben wir begrüßt. Allerdings blieben strukturelle
Mängel. Der Zugang zu den Dokumenten im Internet ermöglichte es noch
nicht, Entscheidungen des Präsidiums nachzuvollziehen. In Anhörungen,
in denen eine Vielzahl von Organisationen fünfminütige Statements
abgeben konnten, blieb keine Gelegenheit zur Diskussion. Infolgedessen
wurde doch auf die Wege der traditionellen Lobbyarbeit zurückgegriffen.
Wir möchten vermeiden, dass der Konvent zur Zukunft der EU wieder an
diesen strukturellen Defiziten leidet. Wir treten daher entschieden
dafür ein, dass das ,Forum der Zivilgesellschaft’, das die
Konventsarbeiten begleiten soll, ein wirkliches Dialogforum wird, das
parallel zu den Sitzungen des Konvents zusammentritt. Virtuelle
Diskussionsmöglichkeiten im Internet können ein wichtiges Hilfsmittel
sein, ersetzen aber nicht die Austauschmöglichkeiten, die ein echtes
Dialogforum bietet. Wichtig ist darüber hinaus auch, dass ein solches
Dialogforum eine Verknüpfung zwischen der europäischen und den
national geführten Debatten leistet."
"Wir bitten Sie, sich für folgende
Forderungen einzusetzen: Transparenz sowohl im Zugang zu Dokumenten, als
auch im Verfahren; - adäquater Zeitrahmen, der Bürgerbeteiligung
ermöglicht; - eine offene Beteiligungsstruktur; - aktive Presse- und
Informationsarbeit, einschließlich Fernseh- und Rundfunkübertragung;
eine angemessene personelle und finanzielle Ausstattung des
Sekretariats; klare Struktur der Beteiligung für NGOs über ein
virtuelles Forum hinaus; Einrichtung des NGO-Konsultationsgremiums;
Paritätische Besetzung mit Frauen."
"Der Konvent sollte seine Sitzungen in
den verschiedenen Hauptstädten der Mitgliedsländer abhalten. Damit
wird vermehrtes Interesse in der Öffentlichkeit geschaffen. Parallel zu
den Sitzungen des Konvents könnten Dialogforen in den Hauptstädten
eingerichtet werden, so könnte eine Verknüpfung der nationalen mit der
europäischen Debatte hergestellt werden. Jeder EU-Mitgliedstaat sollte
einen ‚Berichterstatter’ ernennen, der in seinem Mitgliedstaat die
Öffentlichkeit über die Beiträge von Regierung, Parlament und
Zivilgesellschaft im Konvent unterrichtet. Diese Vorschläge könnten in
die Geschäftsordnung des Konvents aufgenommen werden."
Adresse: Forum Menschenrechte, Europa-AG, Haus der
Demokratie und Menschenrechte, Greifswalder Str. 4, 10405 Berlin, Tel.
030 / 42 02 1771, E-Mail: forum.menschenrechte@debitel.net
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Ratschlag der IG Eurovision über die Bildung eines Alternativkonvents
"Projekt EU 21: Alternativ-Konvent -
Für einen europäischen Verfassungsprozess von unten", unter
dieser Überschrift lud die IG-Eurovision zusammen mit dem
Internationales Kulturzentrum für den 28. 3. bis 1. 4. 2002 ins
EuropaHaus in Achberg ein. In dem Einladungstext heißt es u.a.:
"Wer ein Demokratieverständnis hat, welches sich nicht auf die
parlamentarisch-indirekte Repräsentation der Bürgersouveränität
beschränkt, wird zwar nicht in Zweifel ziehen, dass das System der
Volksvertretungen nach dem traditionellen Modell einen solchen Konvent
als Gremium zur Erarbeitung eines Verfassungsentwurfes bilden kann.
Zugleich wird man aber auf den Mangel und die Begrenzung einer solchen
Tradition hinweisen müssen. Diese bestehen darin, dass nicht an
Parteien gebundene gesellschaftliche Kräfte, nach heutigem
Sprachgebrauch: die Kräfte der Zivilgesellschaft, nicht adäquat
organisiert mit ihren Ideen in dieses Verfassungsprojekt eingebunden
sind.
Der Grundgedanke der Initiative, deshalb dem
staatsorganschaftlichen Konvent aus freien gesellschaftlichen
Strömungen, insofern solche daran mitwirken wollen, komplementär einen
sozialorganschaftlichen an die Seite zu stellen, geht von einem
Demokratieverständnis dergestalt aus, dass die Erarbeitung und der
direkt-demokratische Beschluss einer Verfassung schlechthin das
originärste Grundrecht einer sich selbst bestimmenden
Rechtsgemeinschaft ist, wie es sich aus dem Urverständnis der modernen
Demokratie als Lebensform der Volkssouveränität ergibt. Und dass ein
solches freies gesellschaftliches Arbeitsorgan einen Anspruch darauf
hat, entsprechend dem konventionellen Konvent mit den Mitteln
ausgestattet zu sein, die für die Durchführung seiner Aufgabe
notwendig sind. Das müsste erreicht werden. Dann wäre zugleich ein
wesentliches Stück des oft beschworenen "Demokratie-Defizits"
der EU überwunden." Diese Initiative sei "die folgerichtige
Fortsetzung des "Aufrufs zum Projekt ,EU 21’" (am 8. 10.
2000 bei einem Arbeitstreffen der Inter Citizens Conferences/ICC
verabschiedet). "Ausgehend von dieser Erkenntnis, laden wir ein,
aus freier Initiative und frei ergriffener Verantwortung für das
soziale Ganze Europas diese wichtige Aufgabe nicht nur einem
parlamentarischen Gremium zu überlassen, sondern diesem eine Werkstatt
der Zivilgesellschaft an die Seite zu stellen.
Ein Ausgangspunkt der Beratung war ein
Thesenpapier "Grundgedanken und
Grundfragen zum Projekt einer Verfassung für den sozialen Organismus
der Europäischen Union"; außerdem wurde eine Stellungnahme zum
"Weißbuch Governance in Europa" erarbeitet. Näheres unter www.ig-eurovision.org.
Adresse: IG EuroVision + Internationales Kulturzentrum Achberg,
Panoramastr. 30, Europa-Haus, D-88147 Achberg-Esseratsweiler, Tel. +49
8380 / 335, Fax +49 8380 / 675, E-Mail: kulturzentrum-achberg@gmx.de
>>> Beitrag der IG-Eurovision auf den
Seiten des Konventsdiskussionsforums >>>
Seitenanfang
Europäisches Forum für Freiheit im Bildungswesen
Vorschläge an den europäischen Konvent zur
Bildungspolitik:
1. Die Charta der Grundrechte und damit deren
Artikel. 14 (Recht auf Bildung) in den neuen Vertrag aufzunehmen.
2. In dem Abschnitt über die Politiken der Union einen einzigen Artikel
zur Bildungspolitik zu formulieren, der die bisherige künstliche
Trennung der Artikel 149 und 150 zwischen allgemeiner und beruflicher
Bildung aufgibt.
3. Der Union die konkurrierende Zuständigkeit
einzuräumen, eine Politik der allgemeinen und beruflichen Bildung zu
führen, welche die Maßnahmen der Mitgliedstaaten unter Beachtung ihrer
Verantwortung für Inhalte und Gestaltung des Bildungssystemssowie ihrer
Kulturen und Sprachen unterstützt und ergänzt.
4. Dem Katalog der Ziele für diese Politik der
Union insbesondere die Förderung der Pluralität der Bildungsangebote
in staatlicher oder freier Trägerschaft und der Gleichbehandlung des
Zugangs zu allen Bildungseinrichtungen sowie die Unterstützung des
bürgerschaftlichen Engagements für diese Einrichtungen hinzuzufügen.
5. Unter Beachtung des Subsidiaritätsprinzips die
Handlungsinstrumente der Union für ihren Beitrag zur Bildungspolitik zu
stärken und zwar in den Bereichen der Koordinierung der
einzelstaatlichen Politiken, der Beziehung zu dritten Ländern, der
Fördermaßnahmen und der Gesetzgebung. Letztere sollte im wesentlichen
auf eine deutliche Rahmengesetzgebung beschränkt werden. Dies dürfte
dem Ziel, einen kreativen Wettbewerb
historisch gewachsener und bürgernaher Bildungssysteme zu fördern, am
besten gerecht werden.
>>> vollständiger Text (pdf) // weitere
Stellungnahme
e f f e, Annener Berg 5,
D-58454 Witten, Fon +49 (0)2302 - 699 442, Fax +49 (0)2302 - 699 443
Email: effe.witten@t-online.de,
http://www.education-freedom.org/
Seitenanfang
Eine Gruppe kritischer
Konventsmitglieder
Um den dänischen Europaparlamentsabgeordneten Jens-Peter
Bonde hat sich im Konvent eine Gruppe von Mitgliedern formiert, die dem
offiziellen Integrationskurs kritisch gegenüberstehen und eine eigene
Plattform bilden. Auf der zweiten Treffen des Konvents forderte Bonde,
dass die Ergebnisse der Konventsberatungen in allen einzelnen
europäischem Ländern einem Referendum unterzogen werden müssten.
"Die Mehrheit der Bürger möchte gefragt werden. Wenn Menschen
wissen, dass sie zu wählen haben, verhalten sie sich verantwortlich und
engagieren sich. Lassen Sie uns auf die Bürger hören und lassen wir
sie unsere Zukunft wählen." Die Rede und zahlreiche andere
Dokumente finden sich unter www.bonde.com.
> Zur offiziellen Webseite des EU-Konvents
// > Zum Diskussionsforum des Konvents
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aktualisiert am 09.09.2008
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